27.02.17

TRANCE


Träume schlaf-
wandeln heut Nacht.
Ihre Ängste werden
zu kalten Wind-
schatten.
Nur diese Toten-
stille könnte sie
jetzt noch auf-
wecken.

24.02.17

INSPIRATION


Die Worte sind 
entfesselt jetzt 
und schenken
der Freiheit
Luft und Raum.
Träume verlieren
ihre letzten Grenzen
und hauchen
der Freiheit Kraft
und Leben ein.

21.02.17

TRENNUNG


Nunmehr sind wir
und unser Wort-
schatz getrennt.
Ausgangs- und End-
punkt ist unser
letzter Schluss-
strich geblieben.

20.02.17

WANDEL


Die Erinnerungs-
bilder wandeln 
sich zu Träumen.
Die Gegenwart
schwebt in asch-
fahler Abend-
blässe.

18.02.17

WINDSTILLE


Kein Wind gibt uns 
Hoffnung auf Flügel,
das Gefühl
von Leichtigkeit.

Die Erwartungen 
berühren Wolken,
während Mensch
und Zeit stillstehen.

15.02.17

MIGRÄNE


Der Regen 
fällt auf keine Stirn, 
um Schmerz 
endlich zu lindern.
Nur in Träumen 
weht ein
frischer Wind.
Nur im Schlaf
bleiben der Gedanken 
Schatten übrig.

12.02.17

ALPTRAUM


Erinnerungen
verkommen
zu Zerr-
bildern bald.
In meinen
Träumen taucht
mit nie
geahnter Toten-
blässe
dein Gesicht.
ENTTÄUSCHUNG


Eine Dekoration 
zum Augen-
ausstechen
und ein helles 
Frauen-

lachen, wie 
ein Ersticken. -
Uns Beiden eilt
niemand
zu Hilfe.

08.02.17

TAGTRAUM


Keine Farbe löst 
die Starre der 
Dinge.
Kein Toten-

tanz schafft in 
diesem Still-
lebenmoment 
Bewegung.

07.02.17

STILLSTAND


Alles bleibt 
an seinem Platz.
Als wäre 
vom Sturm-
wind nichts berührt.

Alles bleibt auf 
grauer Erde 
fest wie ein Stein.
Als wäre Medusa
unsre Zeit.

06.02.17

VERWANDLUNG


Über allen Ab-
wegen kreisen
greifvögelgleich
dunkle Poesien.

Die kurzen Still-
stände der Herzen
geben Todes-
ängsten Flügel.

05.02.17

03.02.17

ABENDSTILLE


Auf Straßen rauscht
die bleiche Leere.
In dieser Januar-
luft liegt keine Poesie.
Zwischen Hier und Jetzt
bleibt für kalte Lange-
weile Raum.

02.02.17

TAGESANFANG


Morgens dauert das An-
ziehen lang.
Morgens wird man zum
Flamingo kurz.

Morgens fällt alles
besonders schwer,
weil aller An-
fang schwer ist.