27.05.19

FURCHT


Ach! Bald gleicht
ein kurzes Augenzu
einem Kuss!
Und, ach, 
bald erfrieren noch
beim Öffnen
unserer Münder 
Herz
und Seele.

20.05.19

SONNTAG-
NACHMITTAG


Die Schläfen
werden härter
als die Brust
und Flammen
vollführen
einen Stepptanz
auf der Stirn

und - und das Blut
flüstert Tag
und Nacht
unermüdlich
Elegien.

18.05.19

WETTE
ANAGRAMM-GEDICHT


Allen Aethern entschwebt
Sternennebel. - - - Ach, Welt, hat
Lachen Halt? - - - Erbsen wetten:

He! Wenn Rattenasche bellt,
strebte Athen nach Wellen.

15.05.19

GEHEUL
ANAGRAMMGEDICHT


I! Der heit‘ren Hure Gaul-Beine
reiben die Haut. Ihre Luegner
heulen harte Eier. Gib Ur-Neid
die Ruhe! - - - Leihe braunen Tiger -
reh-blauer Geier - nie dein' Hut.

10.05.19

NONSENS VI


O niemals komm' ich 
zur Ruhe
und niemals kommt
die Ruhe zu mir
und niemals -
niemals komm' ich
aus meiner Haut
und niemals -
niemals 
kommt die Haut
aus mir.

09.05.19

EISERDE
ANAGRAMM-
GEDICHT VI


Ein Lied ist Auge.
Leide Geist! Laune

ist der Gefuehle Bluete.
Gute Eiserde, helfe Blut

und Fleisch vereinigen!

08.05.19

SCHWEIGEN
ANAGRAMM-
GEDICHT III


Kein Sturm ohne Leiche. Leg'
Grotesken ein. Huelle mich

in Schweigen. Da schweigen
Winde! Schwan, geige Schein

und Sein gestern Nacht.

06.05.19

- DAS GRÜNE LEUCHTEN -


C'EST LA VIE


Wir Menschen stehen 
auf dünnen Stelzen
und die Gedanken treten
und treten auf sie ein.

Wenn wir niemals 
den Halt verlieren,
verlieren wir noch 
den Verstand.
C'est la vie.

03.05.19

SCHEINRACHE
ANAGRAMM-
GEDICHT II


Schau‘ nach Reif. Erde,
schrei‘ auf Daechern.

Schrei’ Schreie an.
Schein.rach.e – reis‘

nach Eif.er.sucht. Ein 
Ich, ein Feuer nachts, 

wird zu einem Du.