24.09.15

Ich habe heute mit meinem Gedicht "wandel" bei dem wöchentlichen Wettbewerb Poetry Slam online bei der "Bibliothek Deutschsprachiger Gedichte" gewonnen! 
Man muss dort immer ein Gedicht aus vorgegebenen Buchstaben und Worten zusammenstellen! Manchmal ist das sogar richtig knifflig! Aber es macht richtig Spaß! http://www.gedichte-bibliothek.de/pages/online-poetry-slam/der-sieger-der-letzten-runde.php

wandel

Ich verändere
zum Zeitvertreib

das kleine reich
meiner Vergangenheit.

22.09.15

NEUBEGINN


Die Wiese an unseren Wegen
Ist wie gewaschenes Haar!
Wie glänzt es nach dem Regen
Nur auf Erden so sonderbar!

Wie glänzen all die Gräser nur
Und all die Blätter der Bäume!
Wie schön ist die grüne Flur
Und wie bunt unsere Träume!

Die Erde ist gewaschen und rein
Und die Wege sind belebt!
Der Mensch ist nicht mehr allein,
Weil er im Zauber schwebt!

Die Welt ist farbenfroh
Und strahlt in herrlichem Glanz!
Ich vernehm ein fernes Echo
Und seh der Bäume stillen Tanz!

An unseren Wegen die Wiese
Ist nun wie gewaschenes Haar!
In mir erwacht die Liebe
Und es rast das Herz sonderbar!

01.09.15

TOTENTANZ


Er und sie
Tanzten umschlungen
Zur schaurigen Melodie.
Ein Chor hat gesungen
Und die Frau schrie!

Sie tanzten umschlungen
Die ganze Nacht.
Sie hat mit ihm gewacht.
Sie hat mit ihm gerungen.
Er ist in sie eingedrungen!

Er und sie
Tanzten umschlungen.
Die Frau schrie und schrie!
Die in seine Arme gesprungen!
Zur schaurigen Melodie!

Sie hat den Tod überwunden!
Und die grausigen Lieder
Hörte die Frau nie wieder!
Ach, sie verstummten!
Der Tod war verschwunden!

Sie hat mit ihm gewacht.
Sie hat mit ihm gerungen.
Er ist in sie eingedrungen!
In jener kalten Nacht
Ward sie fast umgebracht!

KOMISCHE ELEGIE
An eine empfindliche Dichterin


Ihr seid so furchtbar ungerecht
Und seht immer nur die Fehler!
Ihr unterbrecht und unterbrecht!
Was seid Ihr bloß für Erbsenzähler?
Was soll das ewige Wortgefecht?
Hört auf mit dem Korrigieren!
Das Gedicht ist nicht schlecht!
Ihr sollt mich nicht kritisieren!

Wir sprechen uns noch später! -
Ich mach’s so, wie ich’s will!
Hört auf, Ihr Erbsenzähler!
Seid doch nun endlich still!
Denn ich mach’s, wie ich’s will!
Das ist mein gutes Recht!
Was soll nur dieses Gebrüll?
Ich hör doch gar nicht schlecht!

Das Gedicht hat keine Schwächen!
Hört auf! Seid doch endlich still!
Wir werden uns noch sprechen!
Wir sehen uns dann im April!
Doch ihr seht immer nur Fehler
Und unterbrecht und unterbrecht!
Denn Ihr seid alle Erbsenzähler 
Und so furchtbar ungerecht!


"Komische Elegie" ist in der Anthologie
"Ausgewählte Werke XIX" (auf S. 21)
der "Bibliothek deutschsprachiger 
Gedichte" vertreten