30.09.16

SEPTEMBERABEND


Der Augenblick
ist flüchtig

bald verschmelzen
die Farben 

und schon bald
ist farblose Nacht

und der Augenblick
Erinnerung

26.09.16

ABSCHIED II


Ein letzter Wink
wurde ein Stück
gelber Horizont

ein Hauch 
zwischen 
Licht und Nichts 

ein Baumast
von dem 
Kuckuck entflog

ein falbes Blatt
das in Abgründe 
fiel

21.09.16

GEDANKENSPLITTER


Gedichte sollten nicht bloß des Lesers Weltanschauung widerspiegeln. Er soll nicht einfach nur ausrufen: Ja! So sehe ich es auch! 
Gute Gedichte sind ein Augentausch, ein Spiel und Wechsel der Perspektive. Der Leser muss beim Erfassen eines Gedichtes unsere Welt einmal mit ganz anderen Augen sehen! Nur so kann er in ihr auch wirklich Neues entdecken.
ZUFLUCHT


Erinnerung
ist mein Schirm
im Sturmregen

sie schafft
aus dem Nichts
eine einsame Insel

20.09.16

VERHÄNGNIS


Die Diebin Einsamkeit
hat seinen Augen
den letzten Glanz
gestohlen
Ihm bleiben
nur noch die Leere
und die Kälte 
der Nacht

19.09.16

APOKALYPSE


Dunkle Tränen
schärfen mir
die

Sicht während
Sterne langsam
erröten
EINSAMKEIT II


An einem grünen 
Augusttag 
finden Obstmaden 
ein neues Zuhause 
und ich nur eine 
alte Heimat 
deren gute Seele 
fehlt

10.09.16

AUFBRUCH


Langsam schwimmt 
ein blaues Boot
der frische Wind 
malt das Wolkenrot
langsam fliegt 
ein Falter fort
ein Abschied
ohne Abschiedswort

02.09.16

ABSCHIED


In meinen 
Schläfen 
rauscht Erinnern 
ein Schmerz
der Raum 
und Zeit vergisst